Anton Aubele: Straß. Zur Geschichte eines Dorfes im Ulmer Winkel. Weißenhorn, Anton H. Konrad Verlag 1982. 395 Seiten mit 99 Schwarzweiß-Abbildungen und 7 Farbtafeln.

Die Monographie zeichnet ein Bild des Ortes, dessen Bogen sich von der kelto-römischen Siedlung bis zum Ende des 20. Jahrhundert spannt.
Es ist anzunehmen, dass mit den Alamannen, die hier im 6./7. Jahrhundert gesiedelt haben, eine kontinuierliche Siedlungsentwicklung beginnt. Erst seit den Schriftquellen im Hochmittelalter wird dann die Obrigkeit samt ihren Rechten allmählich fassbar, wobei das Kloster Elchingen immer mehr als dominante Grundherrschaft in Erscheinung tritt.
Danach folgt eine ausführliche Geschichte der Höfe und Sölden, die sowohl für Untertanen und spätere Eigentümer als auch für die Obrigkeit von großer Bedeutung sind. Im Laufe der Geschichte haben Kriege und Notzeiten das friedliche Zusammenleben wiederholt unterbrochen.
Weitere Kapitel widmen sich den wichtigen dörflichen Institutionen, der Kirche und Pfarrei sowie der Schule. Mit dem Übergang an Bayern verbindet sich im 19./20. Jahrhundert die Herausbildung der modernen Gemeinde, für die Fortschritt und Technisierung wesentliche Kennzeichen sind.
Die Errichtung der Heeresmunitionsanstalt Straß 1939 leitet schließlich im 20. Jahrhundert eine entscheidende Wende ein, die nach dem Zweiten Weltkrieg für die Gemeinde tiefgreifende Veränderungen zur Folge hat . Das dörfliche Leben spiegelt sich nicht zuletzt in der Darstellung der Vereine und Organisationen. Der Anhang rundet mit einem Verzeichnis früherer Maßeinheiten, einem Glossar wichtiger Begriffe und Registern die Ortsgeschichte ab.